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Hofanlagen

Früher gab es in der Region Westfalen viele Bauern-höfe.
Auf den Bauern-höfen gab es besondere Häuser.
So ein Haus heißt:
Nieder-deutsches Hallen-haus.

Das Nieder-deutsche Hallen-haus gab es früher oft.
Nicht nur in der Region Westfalen.
Sondern auch in vielen anderen Regionen in Deutsch-land.

Ein nieder-deutsches Hallen-haus ist sehr groß.
In der Mitte vom Haus ist ein großer Raum.
Der Raum heißt:
Deele.
In der Deele waren rechts und links Ställe.
In den Ställen lebten Tiere.
Zum Beispiel:
Kühe und Pferde.
Die Menschen und die Tiere lebten zusammen in dem Haus.
Man sagt auch:
Sie lebten unter einem Dach.

Hinten in der Deele ist die Küche.
In der Küche brannte ein offenes Feuer.
Am Feuer konnte man Essen machen.
Und sich wärmen.

Manche Häuser hatten noch andere Räume.
Zum Beispiel:
Ein kleines Wohn-zimmer.
Oder kleine Schlaf-zimmer.

Auf einem Bauern-hof gab es früher viele Ställe.
In den Ställen lebten die Tiere.
Zum Beispiel:
Pferde und Kühe.

Manche Ställe waren im Wohn-haus.
Menschen und Tiere lebten dort zusammen.
Andere Ställe waren nicht im Wohn-haus.
Sondern in anderen Gebäuden auf dem Hof.
Die Gebäude heißen:
Stallungen.

Es gab auch Ställe für Schweine.
Schweine haben einen starken Geruch.
Deshalb waren die Schweine-ställe weiter weg vom Haus der Menschen.

Manchmal gab es auf dem Bauern-hof auch Schafe.
Die Schafe lebten dann in einem eigenen Schaf-stall.

Früher hatte jeder Bauern-hof eine Scheune.
Die Scheune ist ein großes Gebäude.
Es gibt einen Ein-gang vorne.
Und einen Ein-gang hinten.
So kann eine Kutsche durch die Scheune fahren.
Die Scheune war wie ein Lager:
In der Scheune war das Futter für die Tiere.
In der Scheune waren Geräte für die Arbeit auf dem Feld.

Manchmal wurde die Scheune zum Dreschen benutzt.
Dreschen bedeutet:
Die Körner aus dem Getreide holen.
Aus den Körnern wurde Mehl gemacht.
Mit dem Mehl konnte man backen.
Zum Beispiel Brot.
Man sagt auch:
Die Scheune war früher ein Dresch-haus.

In einer Scheune waren auch oft Ställe.
In den Ställen lebten Tiere.
Zum Beispiel:
Kühe und Pferde.

Früher gab es oft Back-häuser.
In einem Back-haus kann man backen.
Zum Beispiel:
Brot und Kuchen.

Im Back-haus ist ein Ofen.
In dem Ofen brennt Feuer.

Ein Back-haus war nicht direkt am Wohn-haus.
Sondern es stand weiter weg.
Das war sehr wichtig.
Es war ein Schutz vor Feuer.

Früher war über dem Ofen ein Dach aus Lehm.
Lehm heißt:
Eine Mischung aus Erde und Wasser.
Mit Lehm kann man gut bauen.
Später waren die Back-häuser aus Stein.

So hat man im Back-haus gebacken:

  • Man macht Feuer im Ofen.
    Man nimmt dazu Holz.
    Das Holz ver-brennt im Feuer.
    Das Feuer ist sehr heiß.
    Im Back-haus ist es warm.
  • Dann zieht man die Glut aus dem Ofen heraus.
    Glut heißt:
    Die Reste von dem ver-brannten Holz.
    Die Glut ist rot.
    Die Glut ist sehr heiß.
  • Dann kann man im Ofen backen.
    Der Teig kommt in den Ofen.
    Aus dem Teig ent-stehen die Back-waren.
    Das heißt:
    Brot und Kuchen.
  • Zum Schluss kommt noch Obst in den Ofen.
    Der Ofen ist jetzt nicht mehr sehr heiß.
    So wird das Obst trocken.
    Man sagt:
    Das Obst wird im Ofen gedörrt.

Früher haben die Menschen Obst getrocknet.
Das nennt man:
Dörren.

Zum Dörren braucht man einen Ofen.
Zum Beispiel:
Einen Back-ofen.
Oder:
Einen Dörr-ofen.

Ein Dörr-ofen war etwas Besonderes.
So etwas gab es nicht oft.

Dieser Dörr-ofen stand früher an einem anderen Ort.
Er stand am Rand von einer Wiese.
Auf der Wiese gab es viele Bäume.
Und viel Obst.
Später kam der Ofen ins Museum.

Der Ofen ist klein.
Der Ofen ist aus Stein.
Hinten im Ofen gibt es eine Brenn-kammer.
Dort wird ein Feuer gemacht.
Die Luft im Ofen wird sehr heiß.

Dann legt man Obst in die heiße Luft.
Zum Beispiel:
Stücke von Äpfeln oder Birnen.
In der heißen Luft wurde das Obst trocken.
Das Obst wurde gedörrt.
Das hat lange gedauert.

Früher gab es in der Region Münster-land eine besondere Pflanze.
Der Name von der Pflanze ist:
Flachs.
Der Flachs hat blaue Blüten.
Und lange und dünne Stän-gel.
Der Stän-gel ist der untere Teil von der Pflanze.

Der Flachs ist etwas Besonderes:
Man kann daraus Leinen machen.
Leinen ist ein weicher Stoff.
Der Stoff war für viele Dinge gut.
Zum Beispiel:
Für Kleidung.

Das geht so:

  • Erst muss man den Flachs ab-schneiden.
  • Dann muss der Flachs weich gemacht werden.
    Deshalb legt man den Flachs in Wasser.
    Zum Beispiel:
    In einen Teich.
    Man sagt:
    Der Flachs rottet im Wasser.
    Rotten heißt:
    Ein-weichen.
  • Dann muss der Flachs ganz trocken werden.
    Dazu gibt es einen besonderen Ofen.
    Einen Flachs-ofen.
    Der Ofen ist aus Stein.
    Im Ofen brennt ein Feuer.
    So wird der Ofen sehr heiß.
    Dann wird die Glut aus dem Ofen genommen.
    Glut heißt:
    Die Reste von dem ver-brannten Holz.
    Die Glut ist rot.
    Die Glut ist sehr heiß.

Dann kommt der nasse Flachs in den Ofen.
So wird der Flachs trocken.

Früher gab es Flachs-öfen oft.
Aber heute nicht mehr.

Ein Flachs-ofen war nicht direkt beim Haus.
Er stand weiter weg vom Wohn-haus.
Das war wichtig.
Denn es konnte leicht ein Feuer ent-stehen.