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Wiesen und Weiden

Die landwirtschaftliche Nutzung von Wiesen und Weiden richtet sich nach ihrem Futterwert. Der Futterwert gibt an, wie nahrhaft und geeignet eine Pflanze (z. B. Gras oder Klee) für Weidetiere ist. Entscheidend für einen guten Futterwert ist der richtige Schnittzeitpunkt: Früh geschnittenes Heu hat einen höheren Nährwert. Gedüngt wird organisch mit Mist oder Gülle, ideal im Frühjahr und nach dem ersten Schnitt. Auf Weiden fördert maßvolle Düngung den Graswuchs. Unkräuter wie Ampfer oder Disteln würden den Ertrag mindern und wertvolle Futterpflanzen verdrängen. Ihre Kontrolle erfolgt durch Pflege, Nachsaat und gezielte Beweidung.

Grünland ist ein wertvoller Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten, besonders für Insekten wie Schmetterlinge, Heuschrecken und Wildbienen. Eine angepasste Pflege ist entscheidend für die Artenvielfalt: Durch spätes Mähen der Flächen bleiben blühende Pflanzen lange erhalten und Brutstätten werden geschützt. Altgras, also ein ungemähter Bereich, bietet Rückzugsorte und Überwinterungsmöglichkeiten für Tiere. Zu intensive Nutzung, häufige Schnitte oder übermäßige Düngung gefährden die Vielfalt. Im Naturschutz ist artenreiches Grünland daher von zentraler Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität.