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Streuobstwiesen und Obstbaumalleen

Streuobstwiesen sind artenreiche Kulturlandschaften mit hochstämmigen Obstbäumen wie Apfel, Birne oder Kirsche. Sie verbinden traditionellen Obstanbau mit großer ökologischer Vielfalt. Im Museum wurden Streuobstwiesen und Obsthöfe mit alten Sorten angelegt. Historisch diente die Fläche unter den Bäumen oft auch als Weide – eine Doppelnutzung, die Obst- und Viehwirtschaft kombinierte. Die Kombination aus extensiver Pflege und Obstanbau alter Sorten macht Streuobstwiesen ökologisch und kulturell besonders wertvoll.

Der Straßenobstbau in Westfalen entstand im 19. Jahrhundert zur Verschönerung von Alleen und zur Versorgung der Bevölkerung. Entlang von Wegen und Straßen wurden Obstbäume – meist Apfel, Birne oder Kirsche – gepflanzt. Sie lieferten kostenloses Obst für alle und waren Teil öffentlicher Fürsorge. Diese Form des Anbaus prägte die Kulturlandschaft und förderte die Biodiversität. Viele dieser alten Bäume sind heute seltene Sorten. Im Museum ist Straßenobstbau an mehreren Stellen zu sehen, etwa entlang des Weges vom Armenhaus aus Rinkerode zum Westhellweghof.