Der Brunnen aus Barkhof bei Schieder stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert und ist damit das älteste Bauobjekt im Museum. Das Brunnenhäuschen hingegen stammt aus dem 19. Jahrhundert. Noch bis um 1950 gab es frisches Wasser nur aus dem Brunnen. Das Wasserholen mit dem Eimer war schwere Arbeit und meistens Aufgabe der Frauen. Im Haushalt benötigte man Wasser zum Trinken, zum Kochen, für die Körperhygiene, zum Putzen und zum Wäschewaschen. Wasser musste auch in großen Mengen für die Versorgung der Tiere in Eimern herangetragen werden.
Backen war ehemals eine durchaus gefährliche Tätigkeit, denn es konnten schnell Brände entstehen. Deshalb wurden Backhäuser getrennt von Wohnhäusern errichtet. Es wurden Brot und Kuchen gebacken oder mit der Nachwärme Obst gedörrt. Im Westmünsterland wurden viele Backhäuser nicht nur zum Brotbacken, sondern auch zum Brauen von Bier benutzt. Das selbst gebraute, alkoholarme Bier wurde während und nach der Feldarbeit getrunken.
Wer früher etwas Süßes essen oder Speisen süßen wollte, musste über viele Jahrhunderte auf Bienenhonig zurückgreifen. Das änderte sich erst mit der Verbreitung von preiswertem, industriell produziertem Rübenzucker ab etwa 1870. Heute schätzen wir die Bedeutung der Bienen und Bienenhaltung über die Süßung von Speisen hinaus: Sie sind ein zentraler Teil unseres Ökosystems und sichern durch Bestäubung landwirtschaftliche Erträge.