Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind ist eine traditionelle, milchbetonte Zweinutzungsrasse, die in Westfalen seit Jahrhunderten gehalten wird. Robust und anpassungsfähig, liefert es reichlich Milch und Fleisch. Es gehört zu den Wurzeln der weltweit am weitesten verbreiteten Milchviehrasse, dem Holstein-Friesian. Früher prägten die Schwarzbunten Niederungsrinder Bauernhöfe und die regionale Landwirtschaft. Heute beteiligt sich das LWL-Museum Hellerlecht durch eigene Zucht am Erhalt der Rasse.

Das Rote Höhenvieh ist eine alte Rasse der deutschen Mittelgebirgsregionen. In Westfalen war es vor allem im Siegerland verbreitet. Robust, genügsam und langlebig, lieferte es Milch, Fleisch und half bei der Arbeit auf kleinen Bauernhöfen in rauem Gelände. Es wird daher auch als Dreinutzungsrind beschrieben. Heute organisiert die Bundesarbeitsgemeinschaft Rotes Höhenvieh den Erhalt der Rasse.