Die Trafo-Turmstation stammt aus Niedermarsberg (Marsberg, Hochsauerlandkreis) und wurde 1924 als moderner Betonbau errichtet. Hier wurde der Strom, der über Hochspannungsleitungen aus dem Elektrizitätswerk kam, auf die haushaltsübliche Spannung von 220 Volt „heruntertransformiert“. Mit offenen Freileitungen versorgte der Trafoturm die Häuser mit Strom. Das kleine Bauwerk steht für die Elektrifizierung auf dem Land in den 1920er Jahren. Zugleich erinnert seine Architektur mit angedeuteten Ständern und Balken aus Beton an den traditionellen Fachwerkbau. Dies entspricht Forderungen der historischen Heimatschutzbewegung aus dem späten 19. Jahrhundert, die den Erhalt regionaler Landschaftsbilder zum Ziel hatte.