Die Ausstattung des Hofes ist typisch für das Westmünsterland um 1860. Von der großen Wohnküche gehen mehrere Räume ab, sie sind durch eine Holzwand vom Stallbereich getrennt. In dem Bettkasten, dem sog. Alkoven mit anschließendem kleinem Wohnbereich, haben vielleicht die Großeltern geschlafen. In der oberen Kammer schliefen Mägde oder ältere Töchter. Das Elternschlafzimmer ist mit Schrank und Truhe möbliert und wird durch die Fensteröffnung zur Wohndiele mit Wärme versorgt. Auch wenn das Leben von Arbeit und – vor allem in Winter – von Dunkelheit und Kälte geprägt war, gab es durch Raumaufteilung und eigene Betten bereits kleine private Rückzugsräume.
1925 gab es auf dem Hof fließendes Wasser und Strom. Die Elektrifizierung brachte auch in Westfalen große Veränderungen mit sich. Schlafenszeiten verschoben sich, denn handwerkliche Tätigkeiten und Arbeiten im Haushalt konnten nun auch in den Abendstunden erledigt werden.
Die Schlafzimmer der Familienmitglieder lagen etwas abgesondert vom Hofgeschehen im Obergeschoss. Die Einrichtung des Elternschlafzimmers von 1911, ein Hochzeitsgeschenk, wurde über Jahrzehnte genutzt. Das jüngste Kind schlief bei den Eltern, die älteren Kinder teilten sich ein Kinderzimmer. Die unverheiratete Tante teilte sich einen weiteren Schlafraum mit der Magd.
Die sog. Leibzucht des Lippischen Meierhofs wurde um 1800 von den Altbauern bewohnt. Dass sie ein Wohnrecht auf dem Hof erhielten, war üblich und wurde in den Erbregelungen schriftlich festgelegt. Oft unterhielten sie selbst noch eine kleine Landwirtschaft mit ein oder zwei Kühen. Wohn- und Schlafraum lagen im Seitenschiff der Diele und waren unbeheizt. Die Matratzen bestanden aus Roggenstroh und die Bettdecken waren mit Gänsefedern gefüllt.