Zurück

Gesundheit

Als sich Erkenntnisse über die Bedeutung von Sauberkeit zur Krankheitsvermeidung über Schulen, Sachliteratur, Apotheken und die Medizin mehr und mehr verbreiteten, veränderte sich einiges im Alltag der Menschen. So forderten Amtsärzte bei ihren Hausbesuchen in ländlichen Gebieten das wöchentliche Wechseln der Strohunterlagen in den Betten.

Das Auskochen der Wäsche setzte sich in den Haushalten im 19. Jahrhundert allgemein durch. Die ersten manuellen Waschmaschinen kamen um 1900 auf.

Auch baulich wurden Verbesserungen eingeführt: Es blieb zwar lange üblich, auch in den Stallungen beim Mist der Tiere seine eigene Notdurft zu verrichten, aber im 18. Jahrhundert kamen eigene Toiletten auf.

Bis ins 16. Jahrhundert waren öffentliche Badehäuser sehr beliebt. Die Praxis der Körperhygiene hatte im 18. Jahrhundert allerdings deutlich nachgelassen.

Durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Krankheitserreger änderte sich die Körperhygiene ab der Mitte des 19. Jahrhunderts dann maßgeblich.

In den Städten wurden Abwassersysteme eingeführt – was sich in ländlichen Gemeinden zum Teil bis weit ins 20. Jahrhundert hinzog. Die Seifenproduktion nahm zu und in den Schulen wurden Kinder zum regelmäßigen Händewaschen und Zähneputzen angehalten.