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Armenhäuser

Dieses Tagelöhnerhaus stammt aus Vinsebeck (Steinheim, Kreis Höxter) und wurde 1833 erbaut. 157 Jahre lang wurde das Tagelöhnerhaus Vinsebeck von armen Leuten bewohnt. Eine kleine Eingangstür führt auf die Diele, von hier sind Wohnstube, einige Kammern sowie Küche, Keller und Stall zugänglich. Der Erbauer Anton Finke verschwand ein Jahr nach dem Bau des Hauses spurlos, der Name seiner Frau fehlt bis heue in der Bauinschrift.

2001 wurde das Gebäude per Ganzteiltranslozierung ins Museum überführt.

Das kleine, zweistöckige Fachwerkhaus stammt aus Rietberg (Kreis Gütersloh) und wurde 1602 von Jost Kleine als Speicher erbaut. 1776 wurde es zum Wohnhaus umgebaut und vermietet. 1891 wohnten die betagte Maria Wiedemeier und die Näherin Catharina Kleinegesse, die in Heimarbeit für eine Textilfabrik arbeitete, im Brigittenhäuschen. Die enge Flurküche, Stall und Abort wurden gemeinsam genutzt. 1894 konnte Catharina Kleinegesse das Haus erwerben und bewohnte es zusammen mit ihrer Schwester Elisabeth, die als enttäuschte Auswanderin aus Amerika zurückgekommen war.

Das kleine Häuschen stammt aus Rösebeck (Warburg, Kreis Höxter). Es wurde mit einer Wohnfläche von etwa 50 Quadratmetern 1826 als „Leibzucht“ (Altenteil) eines Bauernhofes errichtet. 1837 wurde es an den Tagelöhner Johan Betken verkauft. Er bewohnte das Haus mit seiner Familie, außerdem wohnte dort noch eine Tagelöhnerin mit ihrer Tochter zur Miete. 1881 erwarb Joseph Koch das Haus, der als Tagelöhner auf dem nahegelegenen Gut Dinkelburg arbeitete. Er ließ das Haus bis 1883 umbauen und bewohnte es mit seiner Frau und fünf Kindern.

Das Gebäude wurde 1824 als Armenhaus im Kirchdorf Rinkerode (Drensteinfurt, Kreis Warendorf) im Münsterland errichtet. Es geht zurück auf eine wohltätige Stiftung der adligen Familie von Kerckering aus dem Jahr 1628. Vier arme, alleinstehende und ältere Frauen lebten in vier kleinen Kammern, Küche und Wohnstube wurden gemeinsam genutzt. Jede der Frauen hatte außerdem ein Stück Garten zur Verfügung. In der Stube mussten die Frauen täglich für das Seelenheil ihrer adligen Stifter beten.