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Mobilität

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann mit preiswerten Autos wie dem VW Käfer die Ära der Massenmotorisierung. Mineralölgesellschaften bauten Tankstellennetze auf. Die Tankstelle im Museum wurde 1951 von der Familie Diehl in Niederschelden errichtet. Die moderne Betonkonstruktion stammt von der Firma J. & A. Homberg. 1973 übernahm die Avia-Gruppe die Tankstelle, 1987 schloss die Station. 2010 wurde die Tankstelle ins Museum versetzt. Sie symbolisiert die Entwicklung der Mobilität im ländlichen Westfalen.

In früheren Jahrhunderten war Feuer eine ständige Gefahr: Offene Herdfeuer und Kerzen führten oft zu Bränden. Zur Brandbekämpfung gab es nur Eimer, Haken und Leitern. Im 18. Jahrhundert entstanden erste Feuerversicherungen in Westfalen. Eine „Feuer-Polizei-Ordnung“ verpflichtete ab 1841 alle Gemeinden, eine Feuerspritze zu unterhalten – eine von Pferden gezogene Pumpe mit Tank und Schläuchen, bedient von ehrenamtlichen Teams.

Der Holzschuh wird vollständig oder überwiegend aus Holz hergestellt, meistens aus einem einzigen Stück Holz der Pappel. Der traditionelle Holzschuh umschließt den Fuß wie ein heutiger Halbschuh. Er war in ganz Nordeuropa in verschiedenen regionalen Ausprägungen über Jahrhunderte üblich, in den ländlichen Gegenden Westfalens bis in die 1950er Jahre. In Westfalen nannte man die Holzschuhe auf Plattdeutsch Holsken oder Holschen. Sie schützten vor spitzen Gegenständen auf den Wegen und auch vor Nässe.